(DST - Daylight Saving Time)
(Prof. Dr. Till Roenneberg - LMU München, 23. März 2018)
>Die Kosten, die sich aus diesem Leben gegen die innere Uhr und aus Schlafproblemen ergeben, werden auf fast 60 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – fast doppelt so groß wie unser derzeitiger Verteidigungsetat.< (→ www.medtipp.com)
Von Prof. Dr. Till Roenneberg (LMU München, Institut f. Med. Psychologie)
Die Zeit, so wie es die Diktion vorgaukelt, können wir gar nicht umstellen, da sie allein von der Erdumdrehung, vom Sonnenstand definiert wird.
Die Einführung der sogenannten Sommerzeit ist daher nichts anderes als ein öffentlicher Beschluss, dass alle Bürger für sieben Monate eine Stunde früher zur Arbeit oder zur Schule gehen müssen. Einen solchen Beschluss würden die wenigsten Bürger akzeptieren, da aber gleichzeitig die Uhren umgestellt werden, ist den wenigsten dieser Sachverhalt bewusst.
Auch wenn dies nicht die ursprüngliche Intention der Sommerzeit war, kann die derzeitige Situation dennoch genau so beschrieben werden – und das liegt vor allem an unserer biologischen Uhr, an unserer 'Innenzeit'. Alle biologischen Vorgänge in uns werden von einer inneren Tagesuhr mit dem 24- Stunden Rhythmus der Erde abgestimmt.
Diese innere oder biologische Uhr sorgt auch für die Abstimmung der einzelnen Vorgänge im Körper untereinander. Wenn diese Abstimmung nicht optimal verlaufen kann, werden wir mit höherer Wahrscheinlichkeit krank. Diese wichtige biologische Innenzeit kann zwar von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein (sprichwörtlich von den Lerchen bis Eulen), aber auch die individuelle Zeit der biologischen Uhr wird nur von der Sonnenzeit und nicht von der Wanduhr gestellt.
Unsere inneren Uhren sind – im Vergleich zu unseren Vorfahren – sehr spät dran. Dies liegt an unserem Lichtverhalten. Während Menschen früher tagsüber viel draußen waren und nachts vor allem im Dunkeln lebten, sind wir heute fast ausschließlich in Gebäuden (in denen die Lichtintensitäten um den Faktor 1.000 niedriger sind als draußen) und schalten nach Sonnenuntergang künstliches Licht an.
Dadurch haben wir die Signale (Zeitgeber), die unsere biologische Uhr stellen, stark abgeschwächt. Damit sich die inneren Uhren unter diesen Bedingungen überhaupt noch mit dem 24-Stunden Tag synchronisieren können, mussten sie gegenüber dem Licht-Dunkel-Wechsel später werden.
Diejenigen Menschen, deren biologischen Uhren sich unter diesen Umstanden nicht mehr mit 24 Stunden synchronisieren, werden immer häufiger. Die Biologie dieser Menschen läuft mit einem Tagesrhythmus von ca. 25 Stunden durch unsere Zeitstrukturen hindurch.
Obwohl diese Menschen sehen können, verhält sich ihre innere Uhr wir die gänzlich blinder Menschen. Trotz dieser drastischen Veränderungen auf unserer biologischen Zeitebene, haben sich die sozialen Zeiten nur wenig geändert, so dass wir alle zu spät einschlafen (unter der Kontrolle der inneren Uhr) und zu früh aufwachen (unter der Kontrolle des Weckers).
Wir häufen so unter der Arbeitswoche ein großes Schlafdefizit an, das wir an Wochenenden auszugleichen versuchen. Diese Situation haben wir den “sozialen Jetlag” genannt – unser Körper lebt in einer Zeitzone, unsere Verpflichtungen in einer anderen. Die derzeitige Sommerzeit-Regelung verlegt nun unsere sozialen Verpflichtungen einfach noch eine Zeitzone weiter nach Osten, ohne dass wir dabei unsere biologische Zeitzone verlassen.
Wir arbeiten sozusagen den Sommer über in Moskau, leben aber eigentlich in Köln oder München. Die Sommerzeit sattelt also für sieben Monate bei den meisten Menschen eine weitere Stunde auf den bereits bestehenden sozialen Jetlag drauf. Je größer der Unterschied zwischen unserer biologischen und unserer sozialen Zeitzone, je größer der soziale Jetlag, desto größer die Chancen krank zu werden, von metabolischen bis hin zu psychiatrischen Problemen.
Die Kosten, die sich aus diesem Leben gegen die innere Uhr und aus Schlafproblemen ergeben, werden laut einer kürzlich veröffentlichten Studie in Deutschland auf fast 60 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – fast doppelt so groß wie unser derzeitiger Verteidigungsetat.
Überlegungen für oder gegen die Uhrenumstellung beschäftigen sich verständlicherweise meist mit der Umstellung an sich und suchen Wege, diese zu vermeiden.
Es geht jedoch aus chronobiologischer und medizinischer Sicht gar nicht um die zweimalige Umstellung, sondern allein um den Zeitraum in dem wir gezwungen werden, in einer fremden Zeitzone zu leben (ohne uns – wie bei wirklichen Reisen in andere Zeitzonen – an diese anpassen zu können). Daher ist die “Lösung”, die Umstellungen durch eine ganzjährige Sommerzeit zu vermeiden, besonders kontraproduktiv.
Wir sollten den chronobiologischen Stress nicht verdoppeln sondern schlicht abschaffen. All diese Zusammenhänge lassen sich durch begutachtete wissenschaftliche Literatur untermauern. Solange Politiker diese Zusammenhänge jedoch nicht kennen oder begreifen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit falsche Vorschläge machen und unterstützen.
(Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Till Roenneberg zur Veröffentlichung hier.)
(Dieses Bild ist verlinkt zur YouTube-Seite des Videos)
→ Stellungnahme von Chronobiologe Prof. Till Roenneberg (LMU München) [pdf]
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Schlaf ist die wichtigste Regenerationsphase für unseren Körper [*]. Durch die sog. "Sommerzeit" erreichen wir, dass alle unsere Aktivitäten eine Stunde früher stattfinden. Die Nacht wird
durch den Wecker eine Stunde früher beendet. Allerdings ist ein früherer Beginn der Schlafphase am Abend nicht immer ohne Weiteres möglich (Schlafmittel, etc.). Durch die sog. "Sommerzeit"
wird also bewirkt, dass wir täglich (für sieben Monate im Jahr!) einen wertvollen Teil dieser wichtigen Regenerationsphase verlieren. Negative gesundheitliche Folgen und eine geringere
Produktivität sind logische Konsequenzen.
Sogar das Nobelpreiskomitee setzt ein Zeichen und würdigt 2017 Chonobiologen
Der Medizin-Nobelpreis 2017 geht an drei US-Amerikaner: Der Genetiker Jeffrey C. Hall (Brandeis University in Waltham, Massachusetts), der Molekular- und Chronobiologe Michael Rosbash (ebenfalls Brandeis University) und der Chronobiologe Michael W. Young (Rockefeller University in New York City) teilen sich die Auszeichnung für ihre Erforschung der circadianen Rhythmik.
(Weiterlesen unter: derStandard.at)
Ihrer inneren Uhr wegen können die meisten Kinder nicht schon um acht Uhr morgens konzentriert lernen. Während der sog. "Sommerzeit" beginnt die Schule dann soger schon um 7:00 Uhr (MEZ). Der
Ruf nach einem späteren Anfang der Schule wird lauter. Die Schlafforscher und ihre wissenschaftlichen Vettern, die Chronobiologen, die sich mit der inneren Uhr auskennen, mahnen seit Langem eine
kritische Überprüfung des morgendlichen Schulbeginns an. Weiter lesen auf www.sueddeutsche.de
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)
Im Hinblick auf die gestern erfolgte Abstimmung des Verkehrsausschusses im EU-Parlament und die dort geforderten Abschaffung der Zeitumstellung ab 2021 hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, die Bundesregierung erneut dringend dazu aufgefordert, eine dauerhafte Umstellung auf Sommerzeit in Deutschland zu verhindern.
[Hier geht's zur Pressemitteilung des Deutschen Lehrerverbands: weiter lesen]
Die DGSM befasst sich als wissenschaftliche Gesellschaft mit der Erforschung des Schlafes und seiner Störungen sowie mit der klinischen Diagnostik und Therapie von Schlaf-Wach-Störungen.
Ein Artikel über die Sommerzeit, der von Bren-Assistenzprofessor Matthew Kotchen und der Bren-Doktorandin Laura Grant verfasst wurde, hat einen Strom von Medienberichterstattung erzeugt, seit
das Wall Street Journal am 27. Februar 2008 eine Geschichte darüber veröffentlichte. Die Studie, die Kotchen im National Bureau vorstellte of Economic Research testete Anfang Februar die
jahrzehntealte konventionelle Weisheit, dass Sommerzeit Energie spart, und stellte fest, dass sie den Energieverbrauch tatsächlich zwischen 1 und 4 Prozent erhöht.
http://www.bren.ucsb.edu/news/daylight_savings.htm
https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/aus-aller-welt/amerikanische-studie-zur-zeitumstellung-umstellung-auf-sommerzeit-erhoeht-energieverbrauch/2938852.html
Nach dem Wechsel von der sog. "Sommer-" zu "Winterzeit" steigt statistisch gesehen die Zahl der verunglückten Fußgänger um fast 30 Prozent an. Das geht aus einer britischen Studie hervor. Ebenfalls interessant: Bei der Zeitumstellung im Frühjahr steigt die Zahl der verunglückten Motorradfahrer signifikant an.
(Quelle: SWR-Rheinland-Pfalz; Mehr Wildunfälle wegen Sommerzeit)
Einige Menschen bekommen sogar ernsthafte Gesundheitsprobleme: In den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung steigt die Zahl der Herzpatienten im Krankenhaus um 25 Prozent an; auch Hausärzte haben deutlich mehr zu tun. Senioren und Kindern fällt der Wechsel besonders schwer, auch Tiere gewöhnen sich nur langsam an den neuen Rhythmus.
(Quelle: SWR-Rheinland-Pfalz)
Deshalb sollte die mitteleuropäische Zeit (MEZ = sog. "Winterzeit") in Deutschland dauerhaft beibehalten werden!
Quarks & Co:
(Sendung vom Dienstag, 26.03.2019 – im WDR-Fernsehen)
"Sommer-" oder "Winterzeit" - warum uns Zeitumstellungen stressen
Aus dem Inhalt:
Lange Zeit unterschätzten Wissenschaftler die Auswirkungen, wenn der Mensch nicht in Einklang mit seinem natürlichen Rhythmus lebt. Das ändert sich langsam. Quarks sucht den Weg zurück zum
natürlichen Biorhythmus. Was lässt sich im Alltag mit der inneren Uhr in Einklang bringen? Wo liegen Grenzen?
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Quarks & Co:
(Sendung vom Dienstag, 20.03.2018 – im WDR-Fernsehen)
Verflixte innere Uhr - warum uns Zeitumstellungen stressen
Infos zum Thema (planet-wissen.de):
Medizin-Nobelpreis 2017 für Erforschung der biologischen Uhr
Das Nobelpreiskomitee setzt ein Zeichen und würdigt 2017 Chonobiologen.
Der Medizin-Nobelpreis 2017 geht an drei US-Amerikaner: Der Genetiker Jeffrey C. Hall (Brandeis University in Waltham, Massachusetts), der Molekular- und Chronobiologe Michael Rosbash (ebenfalls Brandeis University) und der Chronobiologe Michael W. Young (Rockefeller University in New York City) teilen sich die Auszeichnung für ihre Erforschung der circadianen Rhythmik.
02.10.2017__________________________
Welche Gründe gibt es für eine Umstellung unserer Uhren?
Die "Zeitumstellung" war anfangs kaum mehr als ein gemeiner Scherz* von Benjamin Franklin, der damit auf den Vorschlag von Groucho Marx zur Einführung einer 7-Cent-Münze reagierte. Er schrieb im
Mai 1784 einen nicht ganz ernst gemeinten Leserbrief an das "Journal de Paris": Wer früher aufsteht, verbrauche nachts weniger Kerzen.
Dadurch ließen sich laut seiner Kalkulation 64 Millionen Pfund an teurem Wachs einsparen. Doch Franklins Scherz entwickelte dann leider ein Eigenleben.
1916 wurde seine Idee dann mitten im Ersten Weltkrieg ausgerechnet von Deutschland umgesetzt.
Dort erhoffte man sich die von Benjamin Franklin vorhergesagten Energieeinsparungen.
Die Idee war nicht schlecht - wenn es geklappt hätte! Heute weiß man, dass Klimaanlagen und andere technische Geräte, durch die frühere und dadurch verlängerte Nutzung, bedingt durch die
Umstellung der Uhren, längere Laufzeiten haben und dadurch sogar mehr Energie verbrauchen als zuvor. Diese Entwicklung ist in den kommenden Jahren, bedingt durch den Klimawandel, noch in
zunehmendem Maß zu erwarten.
Was bewirkt die Umstellung der Uhren ?
Von März bis Oktober stehen wir dadurch einfach nur jeden Tag eine Stunde früher auf und gehen eine Stunde früher schlafen. Es ist durch die Umstellung der Uhren also nicht länger hell - wie
manche Leute glauben. Länger hell ist es im Sommer nur durch die Stellung der Erdachse zur Sonne. Dafür brauchen wir aber keine Uhren umstellen. Es ist also ganz automatisch länger hell.
Wenn man sogar mehr Energie verbraucht, warum macht man es dann noch?
Nicht nur der höhere Energieverbrauch ist ein Problem! Zudem haben sich noch viel schwerwiegendere Auswirkungen durch die Umstellung der Uhren herausgestellt. Mediziner gehen von einem erhöhten
Herzinfarktrisiko und einer Begünstigung von Depressionserkrankungen aus.
Hier wird die Einstellung der Uhren im Vergleich zur geographischen Zeitzone verdeutlicht.
Bildquelle (Vorlage): By Ssolbergj [GFDL, CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons | Nachbearbeitung: Rueff
Informationen zur Einteilung der Zeitzonen
Bildquelle (Vorlage): By Ssolbergj [GFDL, CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons | Nachbearbeitung: Rueff
→ Der Bio-Rhythmus und das Licht
Interview mit dem Chronobiologen Prof. Dr. Till Roenneberg (LMU München) (SWR 2)
Interview mit dem Wissenschaftsjournalisten Dr. Peter Spork (SWR 2)
Warum die "Sommerzeit" besonders für Schüler ein Problem darstellt?
→ Hier das Video mit den Erkenntnissen der Schlafforscher:
(Video von Michael Wieden, Initiator des Projektes ChronoCity in Bad Kissingen)
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Unsere normale Zeit heißt "Mitteleuropäische Zeit" (MEZ) und entspricht in weiten Teilen Deutschlands der mittleren Sonnenzeit (vgl. "Die Sommerzeit auf der Karte" und "Kein Sommer ohne "Sommerzeit"? - Die Einteilung der Zeitzonen". Bei der Einführung der sog. "Sommerzeit" stand der Gedanke ans Energie sparen im Vordergrund, das ist mittlerweile hinfällig. Im Gegenteil, es kostet sogar durch die Einführung neuer Beleuchtungstechnologien mehr Energie und belastet einer Vielzahl von Untersuchungen zufolge unsere Gesundheit.
(powered by Time.is)
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung.
Hinweis: Dieser Vorschlag ist NICHT ernst gemeint! Es wäre leider nicht das erste Mal, dass ein scherzhaft gemeinter Vorschlag in die Tat umgesetzt würde. [vgl. Benjamin Franklin]
Die Unvernünftigkeit einer Sache ist kein Argument gegen ihre Existenz, sondern eher eine Voraussetzung dafür. - Nietzsche
Weiterführende Informationen und Berichte zum Thema:
Zeit online: Die meisten Deutschen wollen keine Sommerzeit
Focus online: Sommerzeit macht Russland fertig - Selbstmorde steigen – Russen wollen "Winterzeit" zurück
stern.de: Im Oktober 2014 endete das "Experiment" in Russland endlich. In Russland wurde wieder die Normalzeit eingeführt und eine Umstellung zur "Sommerzeit" endgültig abgeschafft. Russland stellt die Uhren auf ewige "Winterzeit".
Süddeutsche.de: Die meisten Deutschen haben keine Lust auf die Zeitumstellung
www.gesundheitlicheaufklaerung.de: http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/die-negativen-auswirkungen-der-sommerzeitverordnung
Ausführungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft: Sommerzeit ist keine Energiesparzeit
Die Welt: Nach Zeitumstellung bauen Deutsche mehr Unfälle
Die negativen Wirkungen der sog. Sommerzeit- Schlaf-Forscher erklärt, warum Schüler unter frühem Schulbeginn leiden
Herbert Reul (MdEP, 23.03.2017): Schluss mit der Zeitumstellung - Die Zahl der Gegner wächst
WDR (2016): Sommerzeit: Warum wir nach der Zeitumstellung nicht richtig ticken
Saarbrücker Zeitung: Die Sommerzeit schadet Körper und Geist
Osnabrücker Zeitung: Arzt warnt: Sommerzeit bremst Frühlingsgefühle
Augsburger Allgemeine: Wird die Sommerzeit bald abgeschafft?
Neue Rheinische Zeitung: Gesundheitsprobleme durch Sommerzeit
Angesichts solcher Erkenntnisse ist eine Abschaffung der Sommerzeitverordnung wohl nur noch eine Frage der Zeit! Andere Länder wie Russland haben bereits reagiert und sind zur Normalzeit zurückgekehrt.
Warum also noch länger warten?
Bürgerinitiativen:
Weiterführende Informationen zu den gesundheitlichen Folgen der Sommerzeitverordnung sind auf der folgenden Internetseite zu finden: http://www.zeitumstellung-abschaffen.de/
Petition zur
Sommerzeitverordnung (Bis zum 22. Nov. 2013 haben 55718 Unterstützer die Petition gezeichnet. Weitere Informationen werden auf der
Petitionsplattform veröffentlicht.)
Bitte auch die Petition auf openpetition.de von Dr. Hilgers für das EU-Parlament beachten!
Kommentare
Eine ausführliche Betrachtung zur Thematik wurde von Philip Turecek aus Erlangen mit zusätzlichen Informationen ausgearbeitet. Diese ist hier nachzulesen.
In diesem Bericht geht es um die sogenannte Sommerzeit – im Folgenden auch „Sommerzeit“ genannt, um dies von der eigentlichen Jahreszeit abzugrenzen. Ich möchte Ihnen Argumente
für die Abschaffung dieser allein schon mathematisch unsinnigen und zudem (oder gerade deswegen) gesundheitsschädigenden Umstellung nennen. Genauer noch weise ich theoretisch sowie anhand
realer Beispiele nach, dass es selbstverständlich, ideal und daher erstrebenswert ist, die Uhrzeit
12:00 Uhr möglichst mit dem Sonnenhöchststand, das heißt dem wahren Mittag (= Tagesmitte), in Einklang zu bringen, und nicht 13:00 oder gar
14:35 Uhr wie im Extremfall West-Spanien.
Ich beginne mit den theoretischen, das heißt mathematisch-astronomischen Grundlagen. Hat man diese nämlich einmal begriffen, beantwortet sich alles Weitere praktisch von selbst. Daher ist es wichtig, diese zu verstehen.
Im Verlaufe eines Tages, das heißt im Zeitraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Mitternächten, stellt der Mittag bekanntlich die zeitliche und als Sonnenhöchststand zugleich auch optische
Mitte (zwischen Ost und West) dar. Und diese spiegelt sich idealerweise in der Zahl 12 als die Mitte von 0 und 24 wider, sofern man die Dauer eines Tages in 24 Abschnitte (Stunden)
unterteilt, wie es seit Jahrhunderten praktiziert wird. Daher ist es natürlich und selbstverständlich, sich unter der Uhrzeit 12 Uhr den Sonnenhöchststand und damit die wahre Tagesmitte
vorzustellen, sich daran zu orientieren und all seine Tagesaktivitäten danach auszurichten.
Diese selbstverständliche Auffassung von Tageszeit in Verbindung mit konkreten Zahlen, sprich den Uhrzeiten, kennen wir alle von klein auf, das ist seit Jahrhunderten in uns Menschen fast
schon wie ein Naturgesetz fest eingespeichert, obwohl es sich eigentlich nur um Zahlen handelt. Ginge die Sonne aber beispielsweise um 11 Uhr auf und um 23 Uhr unter, so hielten wir das für
falsch. Wir wären bestrebt, die Uhren in unserem Sinne richtig zu stellen. In unseren Köpfen ist der Mittag also untrennbar an 12 Uhr gekoppelt.
Diese ideale Uhrzeit, die sich nach der Sonne richtet, hat auch einen
Namen: Sonnenzeit. Jedoch ist sie aufgrund der heutigen Geschäftswelt nicht mehr praktikabel, denn sonst hätte jeder Ort praktisch eine andere Uhrzeit. Beispielsweise würden die Uhren in
Hamburg und die in Köln um
12 Minuten voneinander abweichen. Deshalb sind irgendwann die Zeitzonen mit ihren jeweiligen Zonenzeiten als nützlicher und durchdachter Kompromiss zwischen Idealität und Praktikabilität
entstanden, sofern man sie nur richtig benutzt. Aber das tun viele Länder nicht oder zumindest nicht durchgehend, darunter leider (noch) ausnahmslos sämtliche EU-Länder durch die Verwendung
der jeweiligen „Sommerzeiten“.
Es geht also darum, diesen Kompromiss richtig herzustellen beziehungsweise aufrechtzuerhalten.
Für den Sonnenzeitunterschied zwischen zwei Orten auf der Erde ist die Differenz der zugehörigen Längengrade maßgebend, genauer gesagt besteht eine Proportionalität von 360° / 24 h = 15° / h,
das heißt, die Erde dreht sich pro Stunde um 15 Grad. Die koordinierte Weltzeit (UTC), welche mit der (mittleren) Sonnenzeit auf dem Nullmeridian (durch
London) übereinstimmt, fungiert weltweit als Bezugszeit für alle Zeitzonen, welche sich theoretisch als jeweilige Differenzbereiche zum Nullmeridian ergeben. Wie groß diese sind (oder sein
sollten), hängt von der gewünschten Feinheit der Unterteilung der Erde in Zeitzonen ab. Je feiner die Unterteilung, das heißt je mehr Zeitzonen, desto kleiner eine einzelne Zeitzone, was ab
einer gewissen Feinheit für die Geschäftswelt wie bereits erwähnt nicht mehr praktikabel genug ist. Entsprechend umgekehrt gilt dies auch, allerdings ist die Praktikabilität irgendwann
ausgeschöpft und schlägt bei weiterer Vergröberung schnell ins Gegenteil um, weil an den Randgebieten einer zu großen Zeitzone die Abweichung zwischen Zonenzeit und Sonnenzeit zu groß wäre
und damit der besagten inneren Auffassung/Kopplung widerstreben würde. Daher darf die Anzahl der Zeitzonen nicht zu gering, aber auch nicht zu hoch sein.
Als geeignet herausgestellt haben sich Zeitzonen mit um ganze Stunden voneinander abweichenden Zonenzeiten, folglich sollte die an einem betrachteten Ort verwendete Uhrzeit von der dortigen
(mittleren) Sonnenzeit optimalerweise um nicht mehr als 30 Minuten abweichen. Eine Zonenzeit der Form UTC+x, sprich um x Stunden gegenüber der UTC versetzt, ist also genau für den (15x)-ten
Meridian ideal, das heißt mit der dortigen (mittleren) Sonnenzeit übereinstimmend. Somit ist die UTC+1 ideal für den 15. östlichen Meridian (beispielsweise Görlitz) und die
UTC+2 ideal für den 30. (beispielsweise Kiew).
Nun hat Deutschland eine West-Ost-Ausdehnung vom rund 6. bis zum 15.
östlichen Meridian. Folglich wäre wegen einer durchschnittlichen Abweichung gegenüber der UTC von (6° + 15°)/2 / (15° / h) = 10,5° / (15° / h) = 0,7 h = 42 min eine Zeit UTC+00:40 oder
UTC+00:45 für Deutschland sogar passender als die aktuell verwendete Normalzeit UTC+01:00 (=
UTC+1). Möchte man überall in Deutschland dieselbe Uhrzeit haben, so
wäre UTC+00:45 (nahezu) optimal. Anders ausgedrückt weicht jetzt schon die (mittlere) Sonnenzeit im äußersten Westen (etwa in Aachen bei 6°) mehr von der gesetzlich vorgeschriebenen
Normalzeit ab – das heißt um mehr als die besagten 30 Minuten –, als wenn diese Regionen die britische Normalzeit UTC+0 verwenden würden, denn 6° ist natürlich weiter von 15° entfernt als von
0°. In Minuten ausgedrückt sind dies 36 versus 24 Minuten.
Für Österreich ergibt sich mit einer analogen Rechnung etwa UTC+00:55, das heißt, die Normalzeit ist für Österreich bereits fast optimal.
Jetzt kommt die „Sommerzeit“ ins Spiel, das heißt UTC+2 für Deutschland und Österreich. Wir haben bereits festgestellt, dass diese Zeit für Kiew ideal ist. Was bewirkt die Umstellung? Sie bewirkt einen zusätzlichen und großen Fehler von 60 Minuten, so dass sich in Deutschland mit insgesamt 75 statt bisher 15 Minuten eine fünfmal so hohe durchschnittliche Abweichung von der optimalen Zeit UTC+00:45 ergibt. In Österreich ist sie sogar 13-mal so hoch.
Man erkennt nun klar und deutlich, dass die „Sommerzeit“ wahrlich nur Unsinn sein kann. Sinnvoll ist sie für Kiew, nicht jedoch für Berlin!
Daher ist die aktuell verwendete Normalzeit der „Sommerzeit“ unbedingt vorzuziehen! Die Uhrzeitumstellung ist abzuschaffen!
Zusätzlich zu meiner Erläuterung empfehle ich die des Physiklehrers Dr.
Andreas Rueff, der die Situation mithilfe von Graphiken gehaltvoll und verständlich dargestellt hat:
https://www.mathe-physik-technik.de/links/die-sommerzeit-auf-der-karte/
[Zusatzanmerkung: Es gibt weltweit bereits 14 Zeitzonen, die nicht um ganze Stunden von der UTC abweichen, davon zehn Stück 30-minütig und vier sogar 45-minütig
(https://www.timeanddate.com/time/time-zones-interesting.html). Rein aus nationaler Sicht spräche also nichts gegen eine Zeit UTC+00:45 für Deutschland. Österreich könnte nach wie vor die
(nahezu) optimale
UTC+01:00 benutzen, also um 15 Minuten gegenüber Deutschland versetzt.
Sollte dies nicht praktikabel genug sein, so ist die derzeit verwendete
UTC+1 daher die beste Wahl (für beide Länder), wie es durchgehend bis
1979 der Fall gewesen ist.]
Nach diesem theoretischen Teil können wir nun zwei verrückte und unsinnige Phänomene festhalten:
1. Die teilweise falsche grundsätzliche Einteilung in Zeitzonen (Benelux-Länder, Frankreich, Spanien) 2. Die Verwendung der „Sommerzeit“
Was passiert, wenn man diese „Gifte“ zusammenmischt, kann man gut im äußersten Westen Spaniens beobachten. Nennenswert ist dabei die Stadt Santiago de Compostela. Spanien verwendet – leider –
immer dieselbe Uhrzeit wie Deutschland, womit sieben Monate lang pro Jahr beide Punkte erfüllt sind. Grundsätzlich laufen die Uhren in der besagten Stadt durchschnittlich nämlich schon um
rund 1:35 h falsch (Punkt 1). Kommt dann die „Sommerzeit“ hinzu (Punkt 2), werden daraus 2:35 h. Wenn also
12:00 auf der Uhr steht, ist erst in Kiew Mittag. Die Erde muss sich aber noch 2:35 h lang drehen, bis in Santiago Mittag ist. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen, zum Beispiel:
– Ein Arbeiter, der morgens um 6:00 Uhr mit seiner Arbeit beginnt, wird um einige Stunden Nachtzuschlag betrogen, Tag für Tag. Er muss in Santiago effektiv schon um 3:25 Uhr anfangen. Im
Vergleich zu diesem Extrembeispiel sind es in Deutschland zwar „nur“ 1 bis etwa 1½ Stunden Betrug, aber Betrug bleibt Betrug! Bei 210-220 Arbeitstagen pro Jahr sind das bereits zwischen 125
und 190 Stunden während der sieben Monate andauernden „Sommerzeit“. Das muss aufhören!
– Mittags findet die Siesta statt. Als Tourist weiß man, dass man zu dieser Tageszeit nicht in die pralle Sonne gehen soll. Stellen wir uns diese eigentlich banale Situation einmal genauer
vor: Man schaut in Santiago auf die Uhr, die 12:00 anzeigt, meidet daraufhin bis etwa 14 Uhr große Anstrengungen, um danach wieder aktiver zu sein. Dabei hat man effektiv von 9:25 bis 11:25
Uhr eine Pause eingelegt und ist gerade während der Zeit, wo Ruhe angebracht wäre, aktiv. Fatal!
Jedoch gibt es auch ein Positivbeispiel zu nennen, nämlich die Stadt Ürümqi im Westen Chinas, Hauptstadt der dort lebenden Uiguren. Warum verwenden diese Menschen zusätzlich eine inoffizielle
Zeit, die von der offiziellen (also auch für die Uiguren gültigen) Pekinger Zeit um zwei Stunden abweicht, obwohl sie einfach diejenige von Peking benutzen könnten? „Überraschenderweise“
weicht diese inoffizielle Zeit von der
(mittleren) Sonnenzeit im Bereich dieser Stadt um nur etwa 10 Minuten ab.
Ein weiteres Positivbeispiel ist Russland. Ab 2011 hat man dort die dauerhafte „Sommerzeit“ – genauer gesagt „Sommerzeiten“ aufgrund der großen geographischen Ausdehnung – verwendet, jedoch
recht schnell aufgrund lautstarker Proteste aus der Bevölkerung erkannt, dass dies unsinnig und widernatürlich ist
(https://www.zeitumstellung-abschaffen.de/russland-fuehrt-winterzeit-ein.html).
Michail Serdjuk, Abgeordneter der Staatsduma von der Partei „Gerechtes
Russland“:
„Der gesunde Verstand hat gewonnen. Alle Fraktionen der Staatsduma, einschließlich „Geeintes Russland“, haben unseren Vorschlägen zugestimmt. Endlich können wir nun die Zeit mit den
astronomischen Werten in Einklang bringen. Die Leute und ihre Kinder werden sich nicht mehr quälen müssen, sondern auf ihre übliche Art und Weise leben, mit Hinblick auf alle Besonderheiten
des großen russischen Territoriums.“ Was Serdjuk mit „den astronomischen Werten in Einklang bringen“ meint, ist haargenau die in uns Menschen fest verankerte Kopplung, die ich anfangs
erläutert habe. Hätten/haben Sie tatsächlich dies und den Aufbau sowie den Sinn der Zeitzonen bereits damals in einer solch ausführlichen Version, wie ich es erklärt habe, gewusst,
hätten/haben tatsächlich auch Sie womöglich sofort geahnt, dass dieses Vorhaben auf lange Sicht nicht gutgehen kann.
2014 war die letzte Rückstellung und seitdem verwendet Russland die dauerhafte Normalzeit (genauer gesagt Normalzeiten), auch wenn die Einteilung mancherorts nicht richtig ist (Punkt 1 oben).
Im Großen und Ganzen ist das aber eine enorme Verbesserung und sollte gerade denjenigen zu denken geben, die an sich gegen eine regelmäßige Zeitumstellung sind, jedoch dann die „Sommerzeit“
dauerhaft beibehalten wollen. Wir sollten von Russland lernen, das heißt nicht erst denselben Fehler machen, sondern gleich zur dauerhaften Normalzeit übergehen!
Wie man anhand dieser Beispiele sieht, ist das natürliche Bestreben,
12:00 Uhr auf den Sonnenhöchststand zu legen, real vorhanden. Niemand käme auf Idee, beispielsweise die Uhrzeit 17:00, die zunächst nur eine Zahl ist, mit dem tatsächlichen Mittag zu
synchronisieren, auch wenn dies technisch natürlich möglich wäre. Und wenn doch, würde so jemand zurecht für verrückt erklärt und sein Vorschlag abgelehnt, schließlich wollte er eine stark
verstellte/verrückte Uhrzeit von der idealen Sonnenzeit.
Das Gefährliche und Hinterhältige an der „Sommerzeit“ ist nun aber, dass es sich um lediglich eine Stunde handelt und daher nicht sonderlich auffällt. Der Körper jedoch merkt das und reagiert
mit Schlafmangel, Stress und weiteren gesundheitsschädlichen Folgen, weil die äußere Uhr der inneren kontinuierlich um (ungefähr) eine oder in Aachen sogar etwas mehr als 1½ Stunden
vorauseilt.
Vor ein paar Monaten ist für die Erforschung ebenjener inneren Uhr, welche sich nach der Sonne ausrichtet, der Nobelpreis ausgezeichnet worden. Besonders in den ersten Wochen nach der
Umstellung auf die „Sommerzeit“ merken Sie womöglich, dass Ihr Biorhythmus verrücktspielt.
Jetzt kennen Sie den Grund. Dazu empfehle ich die folgenden lesenswerten
Artikel:
https://www.zeitumstellung-abschaffen.de/sommerzeit-negative-wirkung.html
https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/weg-mit-der-sommerzeit-2/
Es sollte Ihnen jetzt klargeworden sein, dass hinter der „Sommerzeit“ nichts anderes steckt als der gesetzlich verordnete Zwang, seinen kompletten Alltag willkürlich um eine Stunde nach vorne
verlagern zu müssen, woraus direkt sowie indirekt schwerwiegende Probleme resultieren, die man oft unterschätzt oder gar nicht erst mit der „Sommerzeit“ in Verbindung bringt. Für eine kleine
Kostprobe verweise ich auf einen Artikel des Arztes Hubertus Hilgers:
https://www.zeitumstellung-abschaffen.de/gravierende-fehlentscheidungen-schlafmangel.html
Können Sie mir einen Grund dafür nennen, warum es besser sein sollte, in Mitteleuropa überhaupt die Osteuropäische Zeit (OEZ) UTC+2 und nicht die dafür vorgesehene Mitteleuropäische Zeit
(MEZ) UTC+1, das heißt unsere Normalzeit, zu verwenden? Einige von Ihnen mögen sich vielleicht denken:
„Ich mag die Umstellung Ende März, denn dann ist es im Sommer länger hell.“ Das Argument, am Abend wäre es länger hell, ist keines, denn in Wahrheit übt man per Zwang alle Aktivitäten
effektiv eine Stunde früher als normal aus. Dadurch entsteht lediglich der Eindruck, es wäre abends länger hell. Dass dieses „Argument“ nicht zählen kann – neben der Tatsache, dass es das
einzige ist, das die „Sommerzeit“-Befürworter überhaupt noch vorzuweisen haben –, lässt sich daran erkennen, dass man die Normalzeit genauso gut um fünf Stunden verstellen könnte, denn dann
wäre es sogar „noch länger“ hell. Es ist aber – konsistent mit dieser Sprechweise – morgens in gleichem Maße auch länger dunkel, was besonders für Bäcker, Bauern (inklusive Tieren) und
Schulkinder ungesund ist, weil sie Ende März zur Umstellung plötzlich wieder auf den morgendlichen Helligkeitsstand von Februar versetzt werden. Dies stellt einen herben Rückschlag im Prozess
vom Winter zum Frühling dar, denn man ist froh und genießt es, dass der Winter sich dem Ende zuneigt und die Sonne nach und nach immer früher aufgeht. Die Zeitumstellung im März ist somit
nichts anderes als ein Bruch mit der Natur. Kein vernünftiger Mensch kann dies befürworten!
Chaos bei der Bahn: Die Züge stehen bei der Rückstellung im Oktober eine Stunde lang still. Welch Energieverschwendung und Irrsinn!
http://www.zeitumstellung.de/bahnbetrieb.html
Und für die Biertrinker unter Ihnen: Zumindest in Bayern, vielleicht auch woanders, ist es grundsätzlich nicht möglich, ab 23 Uhr noch im Biergarten oder allgemein im Außenbereich von Lokalen
zu sitzen. Das „Herrliche“ dabei ist, dass man effektiv nur bis 22 und nicht bis 23 Uhr dort sitzen darf. Wird man aufgefordert, den Bereich zu verlassen, dauert es nämlich nicht etwa eine,
sondern noch zwei Stunden, bis die
(wahre) Mitte der Nacht eintritt. Anders ausgedrückt: 23 Uhr (UTC+2) =
22 Uhr (UTC+1). Durch die Verwendung der „Sommerzeit“ darf man also
weniger(!) lang draußen sitzen, als wenn man die Normalzeit dauerhaft beibehalten würde.
Wenn man Ihnen sagen würde, Sie müssten von einem Tag auf den anderen für die folgenden sieben Monate Ihren Tagesablauf um eine Stunde nach vorne verlagern, und das Jahr für Jahr, würden Sie mich womöglich für verrückt erklären. Aber indem wir die „Sommerzeit“ verwenden, passiert genau das. Die Kinder müssen effektiv um 7 Uhr in der Schule sein, sieben Monate, jedes Jahr! Es ist falsch, ihnen das anzutun. Es ist falsch, diesen ganzen Irrsinn uns allen anzutun! Oder ist Ihnen Ihre Gesundheit und die Ihrer (geliebten) Mitmenschen nicht wichtig? Lassen Sie es uns beenden!
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* Daylight Savings Is A Scam - https://thefederalist.com/2024/03/11/daylight-savings-is-a-scam/